
ENGIE
Staehle-Abwärme & PV für Werk
Schifferstadt, Rheinland-Pfalz
Abwärmenutzung aus Lackieranlage und Druckluftkompressoren; PV-Anlage (ca. 950 kWp); Wärmepumpe; Pufferspeichersystem (6 × 20 m³) zur zeitversetzten Nutzung der Abwärme übers produktionsfreie Wochenende; intelligentes Regelungssystem
in Betrieb
2024
Gebäudeheizung/Kühlung
PV-Anlage: ca. 950 kWp
im Gebäude
Mitarbeiter im Produktionsgebäude
Am Produktionsstandort Schifferstadt in Rheinland-Pfalz zeigt der Aerosolverpackungshersteller Staehle GmbH & Co. KG, wie sich industrielle Prozessabwärme, Photovoltaik und Wärmepumpentechnik zu einem ganzheitlichen Energiekonzept verbinden lassen. Auslöser war eine veraltete, gasbefeuerte Luftheizung, die aus gesetzlichen Gründen nicht mehr weiterbetrieben werden durfte. Gemeinsam mit ENGIE Deutschland entschied sich Staehle, statt einer einzelnen Ersatzlösung die gesamte Wärme- und Energieversorgung des Standorts neu zu denken.
Technik
Das Konzept nutzt die Abwärme aus der Lackieranlage und den Druckluftkompressoren der Produktion und kombiniert sie mit einer Photovoltaikanlage von knapp 1 MWp Leistung sowie einer leistungsstarken Wärmepumpe. Sechs Pufferspeicher à 20 m³ speichern die anfallende Abwärme zeitversetzt, sodass auch während des produktionsfreien Wochenendes ausreichend Wärme zur Verfügung steht. Ein intelligentes Regelungssystem steuert die Energieverteilung zwischen den einzelnen Komponenten. Damit deckt die Anlage bis zu 85 % des Wärmebedarfs regenerativ und senkt den Gasverbrauch von rund 2 Mio. kWh auf nur noch etwa 300.000 kWh pro Jahr.
Kommunikation
ENGIE Deutschland realisiert das Projekt im Modell des Energieeinspar-Contractings (ESC). Der Energiedienstleister übernimmt Planung, Bau, Betrieb und sogar die Beantragung der Fördermittel, während Staehle von garantierten Einsparungen über die fünfjährige Vertragslaufzeit profitiert. Zusätzlich zur Eigenbeteiligung erwartet ENGIE rund 350.000 € Förderung über das BAFA-Modul 4 inklusive Dekarbonisierungsbonus. ENGIE positioniert das Projekt explizit als Blaupause für andere mittelständische Industriebetriebe, die Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit miteinander verbinden wollen.
Ansprechperson
Steffen Haller, Leiter Energieeffizienz bei ENGIE Deutschland

