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Abwärme aus Kunststoff-/Elektroindustrie

Beheizung oder Kühlung von Fertigungshallen und Büroräumen

Rietheim-Weilheim

- Wärmerückgewinnungssystem auf Basis von Wärmespeichern und reversiblen Wärmepumpen - Betonkernaktivierung (ca. 1.000 m²) - Moderne Gebäudeleittechnik - Wärmetauscher-System zur Nutzung der Abwärme aus der Umgebungsluft der Kunststofffertigung für den Werkzeugbau - Seit 2021: Hybrid-Heizsystem (Gasbrennwerttechnik + Industrie-Wärmepumpen), ersetzt vier alte Heizölkessel - Zentral gesteuerte Kunststoff-Granulat-Förderanlage (seit 2020) - PV-Anlage seit 2023 (354 kWp, ca. 80 % Eigenverbrauch)

in Betrieb

seit 2017 und 2021, mehrere Stufen

Gebäudeheizung (Fertigungshallen, Büroräume) sowie Kühlung von Werkzeugen und speziellen Räumen

- Absolute Energieeinsparung: 400 MWh/a Wärme - Mehrverbrauch Strom durch Wärmepumpe: 100 MWh/a - Netto-Stromeinsparung: 200 MWh/a - Relative Energieeinsparung: 20 % (am Standort ohne PV-Anlage) - PV-Leistung: 354 kWp

Im Neubau installierte WERMA ein Wärmerückgewinnungssystem auf Basis von Wärmespeichern und reversiblen Wärmepumpen, ergänzt durch eine rund 1.000 m² große Betonkernaktivierung und moderne Gebäudeleittechnik. Die Prozesswärme aus Werkzeug- und Hydraulikkühlung der Spritzgießmaschinen sowie die Abwärme der Kompressoren wird direkt ins Heizungsnetz und die Wärmespeicher eingespeist; ein Wärmetauscher-System nutzt zusätzlich die Abwärme aus der Umgebungsluft der Kunststofffertigung, um den Werkzeugbau über zwei Räume hinweg zu beheizen. 2021 ersetzte das Unternehmen vier alte Heizölkessel durch ein Hybrid-System aus Gasbrennwerttechnik und Industrie-Wärmepumpen, sodass die Raumheizung nahezu ausschließlich über die Wärmepumpen erfolgt. Die reversiblen Wärmepumpen kühlen zugleich Serverräume, den Erodierraum und die Elektronikfertigung. Seit 2020 reduziert eine zentral gesteuerte Kunststoff-Granulat-Förderanlage zusätzlich den Energieaufwand für Trocknung und Verteilung, seit 2023 liefert eine PV-Anlage mit 354 kWp rund 80 % des benötigten Solarstroms im Eigenverbrauch.

Kommunikation
In Summe spart WERMA durch diese Maßnahmen jährlich 400 MWh Wärme sowie netto 200 MWh Strom ein – eine relative Energieeinsparung von 20 % am Standort ohne PV-Anlage. Das Projekt wurde im Rahmen einer BAFA-Förderung für Abwärmenutzung im Zusammenhang mit der Installation der Gas-Hybrid-Heizung unterstützt und als Good-Practice-Beispiel der dena (Deutsche Energie-Agentur) im Rahmen des dena Energy Award vorgestellt.

Kontakt

erich.martin@werma.com

Referenz

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