
Quelle: Hamburg Wasser
60-MW-Abwasser-Wärmepumpe
Klimafreundliche Fernwärme für bis zu 39.000 Haushalte
Hamburg
Großwärmepumpen, Wärmetauscher, Wärmeverbundsystem
laufend
ab 2026
Gebäudeheizung
60 MW thermisch
Im Gebäude / 0-500m
Quelle: 0–>60 °C / Nutzung: bis >100 °C
Nahwärmenetz / Fernwärmenetz
Gebäude / Quartiere
Technik
- Abwärmequelle: Abwasser – Nutzung der Restwärme aus gereinigtem Abwasser am Klärwerk Dradenau (Kläranlagenbetrieb)
- Wärmeverbindungsart: Fernwärmenetz (Einspeisung ins Stadtnetz der Hamburger Energiewerke)
- Technologie: Großwärmepumpenanlage (4 Aggregat mit 60 MW thermischer Leistung), Wärmetauscher und Wärmespeicher; wärmeführendes Wasser bis ca. 95 °C für Netz-Einspeisung
- Weitere Technologien: ggf. Zwischenspeicher, weitergehende Temperaturanhebung mit vorhandener Gas-/Dampfturbinenanlage im Energiepark Hafen (hybrider Systemverbund)
Recht
- Genehmigungen/Planung: Bau und Betrieb unter Beteiligung der kommunalen Betreiber; verbindliche Netz- und Einspeisevereinbarungen mit Hamburger Energiewerken bestehen (Planungs- und Bauprozesse laufen; keine explizite Vertragslaufzeit publiziert)
- Regulatorischer Kontext: Teil der kommunalen Fernwärme- und Wärmewendestrategie; Beitrag zur Dekarbonisierung und Kohleausstieg der Stadt (kein einzelner Standardvertrag veröffentlicht)
Betriebswirtschaft
- Zeitpunkt der Fertigstellung: Inbetriebnahme der Großwärmepumpenanlage geplant 2026 mit sukzessiver vollständiger Betriebsaufnahme; weitere Integration bis ca. 2027–2028 erwartet
- Kosten / Förderung: Großprojekt mit ca. 60 Mio. € Investition, finanziert von den Hamburger Energiewerken; Kostenverantwortung und Betriebsfinanzierung gemeinsam mit Hamburg Wasser und Partnern
- Wirtschaftlicher Nutzen: Versorgungspotenzial klimafreundlicher Fernwärme für ca. 39.000 Haushalte, CO₂-Einsparung von bis zu ~90.000 t/Jahr prognostiziert
Kommunikation
- Projekt öffentlich begleitet über die Hamburg Wasser Webseite, Pressemitteilungen, Lokalmedien und politische Statements (z. B. durch Umweltsenatorin)
- Visualisierungen, Projektfortschritt und Hintergrundinformationen auf der Hamburger Klima- und Energieplattform verfügbar
Herausforderungen
- Technische Komplexität: Integration einer sehr leistungsfähigen Wärmepumpentechnik, Erreichen hoher Nutztemperaturen für Fernwärmenetz
- Bau und Projektkoordination: Großprojekt am Klärwerksstandort im urbanen Raum mit hohem Planungs- und Koordinationsaufwand
- Synchronisierung: Abstimmung zwischen Wasserwirtschaft, Netzbetreiber und Fernwärmeanschlüssen notwendig
Sonstiges
- Projekt eingebettet in den Energiepark Hafen – ein modularer Verbund für klimaneutrale Fernwärme (inkl. Industrie-Abwärme, Müllverwertung, Power-to-Heat etc.)
- Abwassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen ca. 12 °C und >20 °C und liefern damit konstante Niedertemperatur-Ressourcen
Ansprechperson
- Hamburg Wasser (Projektnehmerin)
→ Hamburg Wasser – Klärwerk Dradenau / Energiegewinnungsteam
servicecenter@hamburgwasser.de

